Das Gezeichnete Kapital der Volkswagen AG ist durch auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien unterlegt. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von 2,56 € am Gesellschaftskapital. Neben Stammaktien existieren Vorzugsaktien, die mit dem Recht auf eine um 0,06 € höhere Dividende als die Stammaktien, jedoch nicht mit einem Stimmrecht ausgestattet sind.

Aufgrund der im Geschäftsjahr vollzogenen Kapitalerhöhung durch Ausübung von Wandelrechten aus der achten Tranche des Aktienoptionsplanes hat sich das Gezeichnete Kapital insgesamt um 0,1 Mio. € erhöht. Nach der Kapitalerhöhung beträgt das Gezeichnete Kapital 1.191 Mio. €.

Das Gezeichnete Kapital setzt sich zusammen aus 295.089.817 nennwertlosen Stammaktien und 170.142.778 Vorzugsaktien.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2011 besteht bis zum 2. Mai 2016 ein Genehmigtes Kapital zur Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien oder Vorzugsaktien von bis zu 110 Mio. €.

Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. Dezember 2009 besteht nach der im Vorjahr durchgeführten Kapitalerhöhung noch ein Genehmigtes Kapital bis zum 2. Dezember 2014 zur Ausgabe von bis zu 70.095.502 Stück neuen auf den Inhaber lautenden Vorzugsaktien von bis zu 179,4 Mio. €.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. April 2010 besteht ein Bedingtes Kapital von bis zu 102,4 Mio. € bis zum 21. April 2015, das zur Begebung von bis zu 5 Mrd. € Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen genutzt werden kann.

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ENTWICKLUNG DER STAMM- UND VORZUGSAKTIEN UND DES
GEZEICHNETEN KAPITALS

 

 

Stück

 

 

 

2011

 

2010

 

2011

 

2010

Stand am 01.01.

 

465.188.345

 

400.243.677

 

1.190.882.163

 

1.024.623.813

Kapitalerhöhung

 

 

64.904.498

 

 

166.155.515

Aktienoptionsplan

 

44.250

 

40.170

 

113.280

 

102.835

Stand am 31.12.

 

465.232.595

 

465.188.345

 

1.190.995.443

 

1.190.882.163

Die Kapitalrücklage setzt sich aus dem Aufgeld von insgesamt 9.087 Mio. € (Vorjahr: 9.084 Mio. €) aus den Kapitalerhöhungen, dem Aufgeld aus der Begebung von Optionsanleihen von 219 Mio. € sowie einem Einstellungsbetrag von 107 Mio. € aufgrund der in 2006 durchgeführten Kapitalherabsetzung zusammen. Aus dem Aufgeld aus der Kapitalerhöhung durch die Ausübung von Wandelschuldverschreibungen aus dem Aktienoptionsplan erhöhte sich die Kapitalrücklage im Geschäftsjahr um 3 Mio. € (Vorjahr außerdem Ausgabe neuer Vorzugsaktien saldiert mit latenten Steuern: 3.970 Mio. €). Es wurden keine Beträge aus der Kapitalrücklage entnommen.

AKTIENOPTIONSPLAN

Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 16. April 2002 zur Auflegung eines Aktienoptionsplanes Gebrauch gemacht.

Der Aktienoptionsplan hat den Begünstigten – dem Vorstand, Top-Management und Management sowie den tariflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Volkswagen AG – das Recht eingeräumt, durch Zeichnung von Wandelschuldverschreibungen zum Einzelpreis von 2,56 € Rechte auf den Bezug von Aktien der Volkswagen AG zu erwerben. Jede Schuldverschreibung hat das Recht zur Wandlung in zehn Stammaktien verbrieft.

Die Wandelschuldverschreibungen wurden zum Zeitpunkt der Ausgabe an die Mitarbeiter zum Fair Value bewertet. Die zum Fair Value bewerteten Wandelschuldverschreibungen wurden im Personalaufwand und im Eigenkapital erfasst.

Nach dem Auslaufen der ersten sieben Tranchen ergeben sich die Wandelpreise und Wandelzeiträume der achten Tranche aus der folgenden Tabelle. Die Angaben sind als Daten des Berichtsjahres verzeichnet, obwohl auch diese Tranche inzwischen ausgelaufen ist.

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WANDELPREISE UND WANDELZEITRÄUME FÜR DIE TRANCHEN DES AKTIENOPTIONSPLANS

 

8. Tranche

*

Die Wandelpreise wurden ab 14.04.2010 aufgrund der durchgeführten Kapitalerhöhung angepasst.

Basiswandelpreis je Aktie

 

58,18

Wandelpreis

 

 

ab 8. Juli 2008

 

64,00

ab Veröffentlichung des Zwischenberichts zum 30. September 2008

 

66,91

ab Veröffentlichung des Zwischenberichts zum 30. September 2009

 

69,82

mit Abschluss der Kapitalerhöhung zum 14. April 2010

 

69,15*

ab Veröffentlichung des Zwischenberichts zum 30. September 2010

 

72,06*

Beginn der Wandelfrist

 

08.07.2008

Ende der Wandelfrist

 

30.06.2011

Die Entwicklung der gewährten Ansprüche auf Aktienoptionen ergibt sich aus der folgenden Tabelle:

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Nominalwert der Wandelschuld-
verschreibung

 

Anzahl der Wandelrechte

 

Anzahl der wandelbaren Stammaktien

 

 

 

Stück

 

Stück

Stand am 01.01.2010

 

21.719,04

 

8.484

 

84.840

Im Geschäftsjahr

 

 

 

 

 

 

ausgeübt

 

10.283,52

 

4.017

 

40.170

zurückgegeben

 

94,72

 

37

 

370

Stand am 31.12.2010

 

11.340,80

 

4.430

 

44.300

 

 

 

 

 

 

 

Stand am 01.01.2011

 

11.340,80

 

4.430

 

44.300

Im Geschäftsjahr

 

 

 

 

 

 

ausgeübt

 

11.328,00

 

4.425

 

44.250

zurückgegeben

 

12,80

 

5

 

50

Stand am 31.12.2011

 

 

 

BEWERTUNG DER WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGEN DER ACHTEN TRANCHE

Nach den Übergangsvorschriften des IFRS 2 wurden die Wandelschuldverschreibungen bewertet, die nach der Veröffentlichung des Standardentwurfs am 7. November 2002 gewährt wurden.

Der Fair Value der Wandelschuldverschreibungen wurde durch ein Binominal-Optionspreismodell, das auf den oben aufgeführten Ausgabe- und Wandlungsbedingungen basiert, ermittelt. Bezüglich des Wandlungsverhaltens der Berechtigten wurde unterstellt, dass gewandelt wird, wenn der Aktienkurs 50 % über dem Wandelpreis liegt. Für die Ermittlung der Fair Values der Wandelschuldverschreibungen wurden historische und implizite Volatilitäten herangezogen, welche im Hinblick auf die erwartete Restlaufzeit der Wandlungsrechte ermittelt wurden. Die verwendeten Prämissen und der ermittelte Fair Value sind in folgender Tabelle dargestellt:

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WANDELPREISE UND WANDELZEITRÄUME FÜR DIE TRANCHEN DES AKTIENOPTIONSPLANS

 

 

8. Tranche

Volatilität in %

 

27,50

Risikofreier Zinssatz in %

 

3,77

Dividenden in %

 

3,20

Beizulegender Zeitwert pro Wandelschuldverschreibung in €

 

63,49

Der Fair Value der Wandelschuldverschreibungen wurde zeitanteilig über die zweijährige Sperrfrist als Personalaufwand erfasst. Da die Sperrfrist für die achte Tranche bereits 2008 abgelaufen war, wurde in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 kein Personalaufwand erfasst.

Nachfolgend werden die Entwicklung der ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen sowie ihre Ausübungspreise dargestellt:

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Durchschnittlicher Wandelpreis je Wandelschuld- verschreibung*

 

Wandelschuld- verschreibungen

 

 

 

Stück

*

Wandelpreis je zehn Aktien.

Stand am 01.01.2010

 

618,53

 

8.484

Im Geschäftsjahr

 

 

 

 

gewährt

 

 

zurückgegeben

 

698,20

 

37

ausgeübt

 

533,69

 

4.017

Stand am 31.12.2010

 

720,60

 

4.430

davon ausübbar

 

720,60

 

4.430

 

 

 

 

 

Stand am 01.01.2011

 

720,60

 

4.430

Im Geschäftsjahr

 

 

 

 

gewährt

 

 

zurückgegeben

 

720,60

 

5

ausgeübt

 

720,60

 

4.425

Stand am 31.12.2011

 

 

davon ausübbar

 

 

DIVIDENDENVORSCHLAG

Die Dividendenausschüttung der Volkswagen AG richtet sich gemäß § 58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Volkswagen AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Nach dem handelsrechtlichen Abschluss der Volkswagen AG ist ein Bilanzgewinn von 1.715 Mio. € ausschüttungsfähig. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von insgesamt 1.406 Mio. € das bedeutet 3,00 € je Stammaktie und 3,06 € je Vorzugsaktie, auszuschütten. Erst mit Beschluss der Hauptversammlung entsteht den Aktionären ein Anspruch.

Im Geschäftsjahr 2011 wurde eine Dividende in Höhe von 2,20 € je Stammaktie und 2,26 € je Vorzugsaktie ausgeschüttet.

ANTEILE VON MINDERHEITEN AM EIGENKAPITAL

Die Anteile von Minderheitsgesellschaftern (nicht beherrschende Anteile) am Eigenkapital entfallen im Wesentlichen auf Anteilseigner an der Scania AB und der MAN SE.

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