Geschäftsverlauf

Auslieferungen an Kunden übertreffen erstmals die Marke von 8 Millionen Fahrzeugen

Der Volkswagen Konzern konnte die Erholung der Weltwirtschaft und der Automobilbranche im Geschäftsjahr 2011 zu einer weiteren Stärkung seiner Marktposition nutzen: Zum ersten Mal überschritten die Auslieferungen an Kunden die Marke von acht Millionen Fahrzeugen und übertrafen damit den Vorjahreswert um 14,3 %.

WELTWIRTSCHAFT WÄCHST WEITER

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Geschäftsjahr 2011 fortgesetzt. Allerdings schwächte sich das Tempo der Erholung im zweiten Halbjahr ab – vor allem in Westeuropa. In den meisten Schwellenländern blieb das Wachstum kräftig, verlor aber ebenfalls an Dynamik. Die in vielen Ländern weiterhin expansive Geldpolitik und das hohe Niveau der Rohstoff- und Ölpreise führten zu einer Zunahme der Inflationstendenzen. Insgesamt betrug das Weltwirtschaftswachstum im Berichtsjahr 3,0 %, nachdem es im Vorjahr bei 4,3 % gelegen hatte.

WIRTSCHAFTSWACHSTUM
BIP-Veränderung in Prozent

Wirtschaftswachstum (Liniendiagramm)

Europa/Übrige Märkte

Westeuropa verzeichnete mit einem durchschnittlichen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,5 (1,9) % nur ein geringes Wachstum, wobei die südeuropäischen Länder einen starken Konjunktureinbruch erlebten. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Euroraum lag wie im Vorjahr bei circa 10 %, in Spanien war sie mehr als doppelt so hoch. In Mittel- und Osteuropa betrug die Zuwachsrate des BIP im Durchschnitt 4,5 (4,4) %.

Südafrika erzielte trotz der Abschwächung der Weltkonjunktur mit einer Zuwachsrate des BIP von 3,1 (2,9) % ein höheres Wachstum als im Vorjahr. Die Inflationsrate stieg im Verlauf des Jahres allerdings deutlich.

Deutschland

Dank seiner Exportstärke wies Deutschland im Berichtsjahr mit 3,0 (3,7) % ein höheres Wachstum auf als alle anderen großen Industrieländer. Nach einem dynamischen Beginn kam es allerdings im weiteren Verlauf des Jahres zu einer deutlichen Abschwächung des Wachstums. Durch die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes und die damit verbundenen Einkommenszuwächse verlagerten sich die Wachstumsimpulse von der Auslands- zur Binnennachfrage.

DEVISENKURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2010 BIS DEZEMBER 2011
Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2010 = 100

Devisenkursentwicklung von Dezember 2010 bis Dezember 2011 (Liniendiagramm)

Nordamerika

Die US-Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2011 ein Wachstum von 1,7 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,0 % gewachsen war. Die Arbeitslosigkeit blieb trotz der weiterhin sehr expansiven Geldpolitik auf hohem Niveau. Der US-Dollar schwächte sich bis zur Jahresmitte gegenüber dem Euro ab, erholte sich aber in der zweiten Jahreshälfte deutlich. Das BIP Kanadas stieg um 2,3 (3,2) %; die mexikanische Wirtschaft wuchs um 3,9 (5,4) %.

Südamerika

In Brasilien sank die Wachstumsrate des BIP auf 2,9 (7,5) %, in Argentinien erreichte sie mit 9,2 % den Vorjahreswert. Der Inflationsdruck hielt in beiden Ländern an.

Asien-Pazifik

Die meisten asiatischen Schwellenländer entwickelten sich auch im Geschäftsjahr 2011 dynamisch. Chinas Wirtschaftswachstum lag mit 9,2 (10,4) % nur leicht unter dem des Vorjahres. Indiens Wirtschaft wuchs um 7,0 (8,8) %. In Japan führten die Naturkatastrophen zu einem Rückgang des BIP um 0,7 (+4,4) %.

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