Aussichten für das Jahr 2012

Die Weltwirtschaft ist im Berichtsjahr weiter gewachsen, in der zweiten Jahreshälfte jedoch mit deutlich verringertem Tempo. Wir gehen davon aus, dass sich die weltweite Konjunkturentwicklung im Jahr 2012 auf diesem Niveau fortsetzen wird. Die einzelnen Regionen werden dabei unterschiedlich abschneiden. Während die Schwellenländer in Asien und Lateinamerika nur wenig von ihrer Dynamik verlieren werden, wachsen die großen Industrieländer weiterhin nur moderat. Für einige Länder der Euro-Zone wird eine Rezession erwartet. Zunehmende Inflationstendenzen können in den Schwellenländern die Wachstumsaussichten eintrüben.

Auf den weltweiten Märkten für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge wird die Nachfrage im Jahr 2012 voraussichtlich weiter steigen. In Westeuropa rechnen wir mit einem insgesamt rückläufigen Gesamtmarktvolumen, der deutsche Markt wird sich auf dem Vorjahresniveau bewegen. Das Wachstum in Zentral- und Osteuropa wird sich deutlich verlangsamen. Für die strategisch wichtigen Märkte in China und Indien erwarten wir erneut eine überdurchschnittliche Entwicklung und auch in Nord- und Südamerika wird die Nachfrage voraussichtlich weiter steigen.

Die Märkte für Lkw und Busse werden im Jahr 2012 ihr Wachstum voraussichtlich fortsetzen, dabei jedoch an Dynamik verlieren.

Wir erwarten, dass die Märkte für automobilbezogene Finanzdienstleistungen auch im Jahr 2012 weiter an Bedeutung gewinnen werden.

Die Mehrmarkenstrategie, die vom Kleinwagen bis zum schweren Lkw nahezu alle Segmente bedienende Modellpalette und die steigende Präsenz in allen wichtigen Regionen der Welt sind zusammen mit dem vielfältigen Finanzdienstleistungsangebot die zentralen Wettbewerbsvorteile des Volkswagen Konzerns. Dank unserer Technologie- und Designkompetenz verfügen wir über ein vielfältiges, attraktives und umweltfreundliches Produktportfolio, das allen Kundenwünschen und -anforderungen gerecht wird. Die Marken des Volkswagen Konzerns werden auch im Jahr 2012 wieder eine Vielzahl neuer, begeisternder Modelle präsentieren, die dazu beitragen, unsere starke Position auf den Weltmärkten weiter auszubauen. Wir rechnen deshalb damit, unsere Auslieferungen an Kunden gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Die mit der Erneuerung der Produktpalette einhergehenden Anläufe volumenstarker Modelle und die notwendige Umrüstung der Anlagen auf den Modularen Querbaukasten werden das Jahr 2012 prägen. Das Modulare Baukastensystem wird fortlaufend optimiert und sich künftig zunehmend positiv auf die Kostenstruktur des Konzerns auswirken.

Die Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns werden im Jahr 2012 den Vorjahreswert übertreffen. Dazu trägt auch die zum 9. November 2011 erfolgte Vollkonsolidierung der MAN SE bei; der Beitrag zum Ergebnis wird durch die vorzunehmenden Abschreibungen auf die Kaufpreisallokation begrenzt sein.

Für das Operative Ergebnis besteht das Ziel, das Niveau des Jahres 2011 wieder zu erreichen. Positiven Effekten aus unserer attraktiven Modellpalette und der starken Marktposition steht dabei die zunehmende Wettbewerbsintensität in einem herausfordernden Marktumfeld, insbesondere in einigen europäischen Ländern, entgegen. Eine konsequente Ausgaben- und Investitionsdisziplin und die stetige Optimierung unserer Prozesse bleiben elementare Bestandteile unserer Strategie 2018.

Wolfsburg, 14. Februar 2012
Der Vorstand

Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Volkswagen Konzerns. Diesen Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen einzelner Länder und Wirtschaftsräume, insbesondere für die Automobilindustrie, zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und die wir zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind mit Risiken behaftet, und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten abweichen. Sollte es daher in unseren wichtigsten Absatzmärkten, wie Westeuropa (darunter insbesondere Deutschland), USA, Brasilien, China oder Russland zu unerwarteten Nachfragerückgängen oder zu einer Stagnation kommen, wird das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen. Das Gleiche gilt im Falle wesentlicher Veränderungen der zurzeit bestehenden Wechselkursverhältnisse vor allem zum britischen Pfund, zum US-Dollar, zum chinesischen Renminbi, zum Schweizer Franken, zum japanischen Yen, zur schwedischen Krone, zum russischen Rubel und zum australischen Dollar. Darüber hinaus kann es auch zu Abweichungen von der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung kommen, wenn die in diesem Bericht dargestellten Einschätzungen zu wertsteigernden Faktoren und Risiken sich anders entwickeln als derzeit von uns erwartet.

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