Studien und Konzeptfahrzeuge stoßen auf großes Interesse

In diesem Abschnitt beschreiben wir die wichtigsten Konzeptfahrzeuge und Studien, die wir im Jahr 2011 neben den zahlreichen Serienfahrzeugen vorgestellt haben.

Im Rahmen der Präsentation des neuen up! zeigte die Marke Volkswagen Pkw mit sechs Studien verschiedene Facetten des Modells. Darunter waren der robuste cross up!, der sportliche GT up!, der erdgasbetriebene eco up! – mit einem Emissionswert von nur 79 g CO2 /km – und der rein elektrisch angetriebene e-up!, der im Jahr 2013 als up! Blue-e-Motion in Serie gehen wird.

Mit der seriennahen Studie XL1 hat die Marke die dritte Evolutionsstufe ihrer Strategie des 1-Liter-Autos vorgestellt und damit den Anspruch des Konzerns unterstrichen, bis zum Jahr 2018 auch ökologisch die Führungsrolle in der Automobilbranche zu übernehmen. Die perfekte Aerodynamik der Leichtbau-Karosserie und das Plug-in-Hybridsystem sorgen dafür, dass der XL1 nur 24 g CO2 /km emittiert. Der Verbrauch von 0,9 l Kraftstoff (kombiniert) auf 100 km macht ihn zum weltweit sparsamsten Hybridfahrzeug.

Das Konzept Nils ist die Vision eines Pendlerfahrzeugs für den urbanen Bereich. Das einsitzige Elektromobil im futuristischen Design verfügt über Flügeltüren sowie freistehende Räder und bringt nur 460 kg auf die Waage. Gepaart mit einem Space-Frame aus Aluminium ermöglichen die 5,3 kW Lithium-Ionen-Akkus eine Reichweite von 65 km – ideal für täglich zurückzulegende Kurzstrecken.

Eine weitere Konzeptstudie auf Basis der Elektromobilität widmete sich dem urbanen Lieferverkehr. Der eT! überzeugt durch ein ergonomisches Türöffnungs- und Zugangssystem. Sein Raumnutzungskonzept ist an den Ansprüchen des Stadtlieferverkehrs ausgerichtet – und perfekt für die Logistik der Zustellung. Er hat zudem einen besonders kleinen Wendekreis und bietet die automatischen Fahrfunktionen „follow me“ und „come to me“ für geringe Geschwindigkeiten. Dabei folgt das Fahrzeug autonom dem zu Fuß gehenden Fahrzeugführer beziehungsweise kann dieser das Fahrzeug über ein Signal zu sich rufen, wenn er sich in einem Abstand von bis zu 25 m von seinem eT! aufhält.

Die Marke Audi zeigte im Berichtsjahr mit der für Ballungsräume ausgelegten Technikstudie A2 concept ein Premiumfahrzeug mit großzügigem Platzangebot, das einen Ausblick auf das elektrische Fahren in den Megacitys der Zukunft gibt. Der 85 kW (116 PS) starke Elektromotor beschleunigt den A2 concept in nur 9,3 Sekunden auf 100 km/h, die Lithium-Ionen-Batterie lässt eine Reichweite von bis zu 200 km zu.

Einen Schritt weiter geht Audi mit den Fahrzeugkonzepten Audi urban concept und Audi urban concept Spyder. Die elektrisch betriebenen Zweisitzer mit Carbon-Karosserie und freigestellten Rädern repräsentieren den emotionalen Einstieg in die Elektromobilität.

Das Forschungsprojekt Audi Urban Mobility, das auf einem Audi TTS als Technikträger basiert, demonstriert, wie ein Auto ohne Fahrer sichere Fahrmanöver ausführen und somit automatisiert fahren kann. Das Fahrzeug entstand in Zusammenarbeit mit der Stanford University im Volkswagen Group Automotive Innovation Laboratory im US-Bundesstaat Kalifornien.

ŠKODA gab mit der seriennahen Studie MissionL einen Ausblick auf die sechste Baureihe der tschechischen Marke.

Die Marke SEAT unterstrich mit den Studien IBX und IBL das Erscheinungsbild zukünftiger SEAT Modelle. Die Fahrzeuge – Kombinationen aus SUV beziehungsweise Limousine und Sportcoupé – zeichnen sich durch ein klares und pures Design aus.

Im Geschäftsjahr 2011 erprobte die Deutsche Post DHL den Caddy Blue-e-Motion von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Der elektrisch angetriebene Stadtlieferwagen erwies sich im Stop-and-go-Verkehr für den gewerblichen Flottenbetrieb als sehr geeignet. Der Test fand im Rahmen des vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderten Projekts „Erprobung nutzfahrzeugspezifischer E-Mobilität (EmiL)“ statt.

Im Lkw-Fernverkehr liegt das größte CO2-Einsparpotenzial in einer verbesserten Aerodynamik. Mit dem Concept S hat MAN eine Lkw-Studie vorgestellt, die dank stromlinienförmigem Design Kraftstoff- und CO2-Einsparungen von rund 25 % erreicht. Voraussetzung für eine Realisierung wären jedoch Änderungen einiger Zulassungsbedingungen innerhalb der EU.

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