Zeitgenössische Kunst fordert den Betrachter heraus, die Welt zu hinterfragen. Das Museum of Modern Art in New York will diesem Dialog über Kunst und die drängenden Fragen unserer Zeit auch über die digitalen Medien neue Spielräume erschließen. MoMA-Direktor Glenn D. Lowry über das Zusammenspiel von Kunst und Bildung.

Glenn D. Lowry (Grafik)

Kunst ist allgegenwärtig. Wir begegnen ihr nicht nur in Museen, sondern auch auf der Straße, in den Medien, auf „Facebook“ ebenso wie bei „YouTube“ – kurzum überall dort, wo Menschen sind. Kunst, in welcher Form auch immer, regt zum Nachdenken an. Sie fördert Kreativität. Die Auseinandersetzung mit Kunst schärft unsere Sicht auf die Umwelt und das Zusammenleben in der globalen Welt.

Seit seiner Gründung im Jahr 1929 ist es die Mission des Museum of Modern Art, den Menschen zu ermöglichen, die Kunst ihrer Zeit zu erleben und besser zu verstehen. Das weltweite Renommee des MoMA beruht darauf, dass hier immer die Künstler im Mittelpunkt stehen. Mit ihrer Arbeit stellen sie bestehende Normen infrage und verschieben Grenzen. In einer Welt, die sich vom Konsum mehr und mehr zu einer Kultur der Innovation entwickelt und entwickeln muss, sind diese Impulse von großer Bedeutung.

Es fällt mitunter nicht leicht, zeitgenössische Kunst zu verstehen. Dennoch sagte der Künstler Marcel Duchamp: „Der kreative Akt wird nicht vom Künstler allein vollbracht; der Betrachter bringt das Werk in Verbindung mit der Welt, indem er es dechiffriert und interpretiert und so seinen eigenen Beitrag zum kreativen Prozess leistet.“ Gute Museen geben dieser Auseinandersetzung Raum und Heimat. Mit Forschung und Bildung fördert das MoMA ein tieferes Verständnis moderner Kunst, indem wir die sozialen, kulturellen und historischen Kontexte des Künstlers und seines Werks intensiv beleuchten. Mit unseren vielfältigen Initiativen wollen wir so immer auch Brücken bauen. Mit der Ausweitung unserer Bildungsangebote auf das Internet haben wir begonnen, Menschen ungeachtet ihres Alters oder der Herkunft in der digitalen Welt zusammenzubringen. Ihnen gemeinsam ist die tiefe Überzeugung, dass die Beschäftigung mit Kunst kreatives Denken entzünden kann. Mit der Hilfe von Volkswagen ist es uns gelungen, ersten global vernetzten Communitys eine Heimat zu geben – und den Austausch über alle geografischen Grenzen hinweg zu stimulieren.

„Die Auseinandersetzung mit Kunst schärft unsere Sicht auf die Umwelt und das Zusammenleben in der globalen Welt.“ Glenn D. Lowry, Direktor Museum of Modern Art, New York (Zitat)

So kann das MoMA von New York aus dem Dialog mit und über Kunst neue Spielräume eröffnen. Die digitalen Medien haben die Macht und das Potenzial, die globale Reichweite unseres Hauses und seiner Mission weiter zu vergrößern – mit dem Ziel, das kreative Denken von Millionen Menschen weltweit zu fördern und sie einzubeziehen in eine kritische Auseinandersetzung über die Welt, in der wir leben.

GLENN D. LOWRY

57, LEITET SEIT 1995 ALS DIREKTOR DAS MUSEUM OF MODERN ART.

Das Museum of Modern Art in New York City zählt zu den weltweit berühmtesten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Gegründet 1929, umfasst es heute 150.000 Werke der Architektur und des Designs, darunter auch einen Volkswagen Käfer, ferner Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, aber auch Filme, Videokunst und elektronische Medien sowie eine Bibliothek mit 300.000 Bänden.

nach oben
Seitenfunktionen
Kennzahlenvergleich
Erstellen Sie Ihre eigene Kennzahlenübersicht.