Wer auch morgen die besten Autos auf die Straße bringen will, muss sich heute um die nächste Generation von jungen Ingenieuren, Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern kümmern. Deshalb ist das Thema Bildung für Prof. Dr. Martin Winterkorn Chefsache. Bei einer Technikstunde der etwas anderen Art richtet er gemeinsam mit Schülern einer zwölften Klasse den Blick in die Zukunft der Mobilität – und von Volkswagen.

Technikstunde (Foto)

Hannah mag den neuen Beetle1. Prashanth will lieber einen Scirocco2 fahren, und Daniel fände einen Bentley nicht schlecht. Leo hingegen setzt voll auf Carsharing und öffentliche Verkehrsmittel. Noch hat keiner der Zwölftklässler den Führerschein in der Tasche, ihr Interesse an Mobilitätsfragen ist gleichwohl groß. Zusammen mit sechs weiteren Schülern der Internationalen Schule Hannover warten sie im Wolfsburger Wissenschaftsmuseum phaeno auf Martin Winterkorn, den Vorstandsvorsitzenden von Volkswagen. Gemeinsam ist ihnen das Interesse an den Naturwissenschaften: Alle Schüler haben mindestens einen Leistungskurs in Biologie, Chemie oder Physik belegt.

Dann ist Winterkorn da, schüttelt jedem die Hand und bekennt erst einmal, dass er sich als Schüler manchmal lieber um Fußball als ums Lernen gekümmert habe. Mit einem Lachen beginnt die Unterrichtsstunde zum Auto der Zukunft. Es geht um praktische Anschauung und um Dialog bei dem Treffen zwischen den jungen Leuten, die kurz vor dem Abitur stehen, und dem Konzernlenker, der Verantwortung für zehn Marken und über 90 Werke auf der ganzen Welt trägt.

„Am wichtigsten sind ganz klar unsere Kunden. Für sie müssen wir die besten, sichersten und umweltfreundlichsten Autos bauen.“ Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen Aktiengesellschaft (Zitat)
Prof. Dr. Martin Winterkorn unterhält sich mit jungen Menschen (Foto)

„Größe oder technischer Fortschritt – was ist für Volkswagen wichtiger?“, hinterfragt Daniel gleich zu Beginn die Strategie 2018 des Autobauers. „Am wichtigsten sind ganz klar unsere Kunden. Für sie müssen wir die besten, sichersten und umweltfreundlichsten Autos bauen“, erklärt Winterkorn. „Das kann man nur mit zufriedenen Mitarbeitern. Und natürlich müssen wir Geld verdienen, damit wir uns die notwendigen Investitionen in die Zukunft leisten können.“ Er verweist darauf, dass Volkswagen jährlich weit über sechs Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung investiert. Unwichtig sei Größe aber trotzdem nicht, denn die führe zu Kosteneinsparungen. „Dieses Geld fließt dann auch in effiziente, neue Technologien.“ Zum Beispiel in Antriebe, die immer weniger Kraftstoff verbrauchen: So bietet der Volkswagen Konzern schon heute mehr als 150 Modellvarianten mit einem CO2-Ausstoß von weniger als 120 Gramm pro Kilometer. 26 Fahrzeuge liegen sogar unter der 100-Gramm-Grenze –und verbrauchen damit kaum mehr als drei Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer.

Hannah hakt nach: Der Weltmarkt könnte auf 100 Millionen neue Autos im Jahr 2018 wachsen, davon über 20 Millionen in China. Wie lässt sich dieser Mobilitätsboom umweltverträglich gestalten? Winterkorn antwortet: „Niemand kann den Chinesen oder Indern das Recht auf individuelle Mobilität absprechen. Entscheidend ist, wie wir diese Entwicklung gestalten. Deshalb bringen wir hochmoderne, effiziente Technologien nach westlichem Standard in die Emerging Markets.“ Umweltfreundliche Fahrzeuge sind aber nur eine Seite der Medaille. So hat sich die Marke Volkswagen vorgenommen, die Umweltfreundlichkeit ihrer Werke bis 2018 um 25 Prozent zu steigern. „Für dieses ehrgeizige Ziel gehen wir neue Wege“, erläutert Winterkorn und verweist darauf, dass der Volkswagen Konzern 600 Millionen Euro in den Ausbau regenerativer Energien aus Sonne, Wind und Wasserkraft investieren will.

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